{"id":81,"date":"2010-07-22T15:14:51","date_gmt":"2010-07-22T15:14:51","guid":{"rendered":"http:\/\/writers.hmkw.de\/?p=81"},"modified":"2011-12-22T08:04:29","modified_gmt":"2011-12-22T08:04:29","slug":"81","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=81","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<div>\n<p>1.) Die Printmedien in Deutschland sind mittlerweile mehr von den Nutzern als von der Werbe-Industrie abh\u00e4ngig. Nach Angaben des Branchenverbandes der Zeitungsverleger BDZV lagen im Jahre 2009 erstmals die Vertriebsums\u00e4tze (Abo, Stra\u00dfenverkauf) \u00fcber den Anzeigen-Einnahmen (Quelle <a href=\"http:\/\/www.bdzv.de\/\" target=\"_blank\">www.bdzv.de<\/a> vom 15.7.2010): Die Gesamtums\u00e4tze sanken zwar um sieben Prozentpunkte auf 8,5 Milliarden Euro (so viel oder wenig wie 1993). Doch w\u00e4hrend die Werbeerl\u00f6se sogar um 16 Prozentpunkte niedriger waren als im Vorjahr, stiegen die Verkaufsums\u00e4tze um 2,3 Prozent. Allerdings nur dank Preiserh\u00f6hungen, denn die Gesamtauflage der Zeitungen in Deutschland fiel um 2,5% auf 24,6 Millionen Exemplare pro Tag &#8212; nun also gilt im Schnitt f\u00fcr die Einnahmequellen: Zwei Drittel von den Nutzern &#8212; ein Drittel durch die Werbung. Jahrzehntelang war es genau umgekehrt. Und dennoch bleibt die Zeitung absolut der gr\u00f6\u00dfte Werbetr\u00e4ger in Deutschland, gefolgt von: Fernsehen, Zeitschriften, Online, H\u00f6rfunk und Plakat. Hoffnungen setzt die Zeitungsbranche laut Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wolff auf die Tablet-PCs, da sie &#8212; im Unterschied zum normalen Online-Auftritt &#8212; den Verlagen ein Gesch\u00e4ftsmodell mit einem Mix aus Vertriebs-, Abo- und Werbeerl\u00f6sen bieten, \u00e4hnlich wie bei Print-Zeitungen. Der Apple-Konzern ger\u00e4t hier in die Kritik, weil der mit seinem iPad zu sehr das Gesch\u00e4ft allein bestimmen wolle.<\/p>\n<p>2.) Das Bundeskartellamt in Bonn hat j\u00fcngst zwei Ver\u00e4nderungen erlaubt: Beim Nachrichten-TV-Sender N24 darf zur Abl\u00f6sung von der ProSieben.Sat.1-Gruppe der Medienunternehmer und Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust einsteigen. Er soll k\u00fcnftig 26 Prozent der Anteile halten, so viel, wie auch das N24-Management um Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thorsten Rossmann. Und die Beh\u00f6rde hat den f\u00fcr September 2010 geplanten Start der Nachrichtenagentur &#8222;dapd&#8220; erlaubt. Marktf\u00fchrer dpa hatte eine kartellamtliche Pr\u00fcfung wegen der \u00dcbernahme des deutschen Dienstes von AP durch die deutsche Agentur ddp verlangt, weil sonst der Wettbewerb der Nachrichtenagenturen erheblich reduziert und damit auch die Angebotsvielfalt im Bereich der Presse ber\u00fchrt sei. Das Kartellamt sah das ganz anders und beschied die dpa, dass der Zukauf Ende 2009 kartellrechtlich nicht einmal anmeldepflichtig gewesen sei. Beides ist bemerkenswert. Erstens, dass die dpa hier f\u00fcr Vielfalt pl\u00e4diert &#8212; anscheinend soll nur der Abstand der wichtigsten Konkurrenten zum Marktf\u00fchrer m\u00f6glichst gro\u00df sein. Und zweitens darf schon gefragt werden, was die Vielfaltsnorm im grundlegenden Bereich der Agenturen f\u00fcr das Kartellamt bedeutet. Eine (weitere) Institution auf dem Weg zum zahnlosen Tiger? (Quellen BLZ und kress-report vom 19. und 21.7. )<\/p>\n<p>3.) Auf Seite Eins der Potsdamer Sonntagsausgabe der PNN (Tagesspiegel-Holtzbrinck-Gruppe) lautete am 18.7.2010 einer der Teaser: &#8222;Kult-K\u00f6nigin: Zum 200. Mal j\u00e4hrt sich morgen der Todestag von Luise. Heute und in den n\u00e4chsten Tagen wird ihr gedacht.&#8220; Preu\u00dfenkult geht nat\u00fcrlich in Potsdam (fast) immer, aber vielleicht h\u00e4tten die Verfasser zuvor auch mal &#8222;dem Duden gedenken&#8220; sollen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) Die Printmedien in Deutschland sind mittlerweile mehr von den Nutzern als von der Werbe-Industrie abh\u00e4ngig. 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