{"id":75,"date":"2010-10-05T15:13:00","date_gmt":"2010-10-05T15:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/writers.hmkw.de\/?p=75"},"modified":"2011-12-22T08:04:29","modified_gmt":"2011-12-22T08:04:29","slug":"75","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=75","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Presseerzeugnisse scheinen der Bundesregierung lieb und teuer \u2013 zumindest erkl\u00e4rt Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), er wolle den reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Zeitungen beibehalten. Auf einer Konferenz internationaler Pressevertriebsunternehmen in Hamburg sagte Neumann: \u201eWir brauchen die Presse auch im Zeitalter des Internets als demokratisches Leitmedium\u201c. Ob das die Experten im Finanzministerium auch so sehen? Ein Gutachten aus deren Hause hatte sich zuvor f\u00fcr die Abschaffung dieses Presseprivilegs ausgesprochen. Und man wird ja als Nutzer fragen d\u00fcrfen, ob die Presse heute und \u00fcbermorgen wenn schon nicht unbedingt Leitmedium, so doch wenigstens ein \u201eLebensmittel\u201c (7 % Mwst.) ist und bleiben soll (Quelle SZ, 29.9.2010, S.15).<\/li>\n<li>Im Auftrag von ARD und ZDF haben Forscher wie jedes Jahr die durchschnittliche t\u00e4gliche Medien-Nutzung der ab 14-J\u00e4hrigen untersucht, vor allem mit Blick auf das Internet (siehe Media-Perspektiven Heft 7-8\/2010, S.348). Spannend sind zwei Vergleiche: \u00dcber den Zeitraum von zehn Jahren seit 2000 hat das Fernsehen das Radio als am ausgiebigsten genutztes Medium nun klar \u00fcberholt, von einst 203:205 Minuten pro Tag nun zugunsten des TV von 244:187. Das Internet hat sich fast verf\u00fcnffacht, von 17 Minuten auf nunmehr 77. Schauen wir nur auf das Jahr 2010, nutzen alle Menschen in Deutschland TV, Radio, Zeitung und Zeitschrift etwa doppelt so viel die 14- bis 19-J\u00e4hrigen. Letztere wiederum wenden sich nicht nur dem Internet, Videos und Tontr\u00e4gern l\u00e4nger zu, sondernlesen auch l\u00e4nger B\u00fccher als der Durchschnitt aller Mediennutzer hierzulande. Wie wir schon im \u201eFaust\u201c lesen k\u00f6nnen &#8211; \u201eGrau, teurer Freund, ist alle Theorie, und gr\u00fcn des Lebens goldner Baum\u201c.<\/li>\n<li>Die Bewegtbild-Nutzung im Internet steigt weiter an (Quelle Media-Perspektiven, Heft 7-8 2010, S.350ff.). 36 Prozent der Onliner nutzten 2010 diese Angebote, zwei mehr als 2009. und zw\u00f6lf mehr als 2008. Vor allem junge Menschen in Deutschland sind hier unterwegs (Spitzenwert: 87 Prozent der Teenager, die insgesamt zu 100 Prozent als Onliner gelten). 86 Prozent der Nutzer gehen \u00fcber Videoportale, 38 Prozent \u00fcber Onlineangebote von TV-Sendern (Mehrfachnennung m\u00f6glich). Elf Prozent entf\u00e4llt auf Sender-Mediatheken, acht Prozent auf zeitversetzte Nutzung und f\u00fcnf Prozent auf Live-Streaming. Laut den ARD\/ZDF-Forschern erfolgt die Bewegtbildnutzung bisher vor allem komplement\u00e4r (erg\u00e4nzend) zur klassischen Fernseh-Nutzung. Der Markentransfer bekannter Namen von Sendern oder Agenturen finde nach wie vor statt \u2013 Marken geben Orientierung und werden auf neuen Wegen verf\u00fcgbar. Die Konvergenz w\u00e4chst, im Sinne der Verbreitung gleicher Inhalte \u00fcber verschiedene Verbreitungsplattformen. Im Gegensatz zum tradierten Fernsehen ist Online-Fernsehen kein Gemeinschaftserlebnis, sondern es wird zumeist allein geschaut.<\/li>\n<li>In einem deutschen Text der Nachrichtenagentur Reuter hie\u00df es am 15.9.2010: \u201eDer Name der Tea-Party-Bewegung leitet sich von der Boston Tea Party ab, bei der 1773 Kolonialisten im Streit mit dem britischen Mutterland \u00fcber Steuern Tee in den Hafen von Boston warfen.\u201c Very british, geradezu vorbildlich \u201ek\u00f6nigstreu\u201c, k\u00f6nnte man sagen. Aber konstruktiv-kritisch gefragt: Wie ginge es besser, also sachlicher?<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseerzeugnisse scheinen der Bundesregierung lieb und teuer \u2013 zumindest erkl\u00e4rt Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), er wolle den reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Zeitungen beibehalten. 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