{"id":724,"date":"2016-06-30T09:45:36","date_gmt":"2016-06-30T08:45:36","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=724"},"modified":"2016-06-30T09:45:36","modified_gmt":"2016-06-30T08:45:36","slug":"kopf-oder-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=724","title":{"rendered":"Kopf oder Zahlen"},"content":{"rendered":"<p>Eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom soll laut FAZ zeigen (vgl. http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/bitkom-umfrage-mehr-zahlungsbereitschaft-fuer-online-journalismus-14302489.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2; Aufruf am 27.6. 2016 um 13.38 Uhr): Immer mehr Menschen scheinen bereit, f\u00fcr Online-Journalismus zu zahlen. Auch die Onlinerecherche werde sich weiterentwickeln.<\/p>\n<p>Die Zahlungsbereitschaft f\u00fcr journalistische Inhalte im Internet steigt laut BITKOM und FAZ (die nat\u00fcrlich beide auch Interesse an solchen Nachrichten haben). 36 Prozent der Internetnutzer haben laut Umfrage im vergangenen Jahr f\u00fcr Nachrichten oder andere journalistische Inhalte im Internet Geld ausgegeben. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor, 2015, waren es erst 31 Prozent. Das habe eine repr\u00e4sentative Umfrage unter gut 1000 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. In der spezielleren Gruppe jener Internetnutzer, die Online-Nachrichten lesen, liegt der Anteil derjenigen, die f\u00fcr diese Geld ausgegeben haben, &#8222;sogar&#8220; bei 48 Prozent (Vorjahr: 40 Prozent).<\/p>\n<p>Dabei zahlten 22 Prozent der Internetnutzer eine monatliche Pauschale \u2013 und ein F\u00fcnftel habe im j\u00fcngsten Jahr f\u00fcr einzelne Artikel oder Ausgaben Geld ausgegeben (das w\u00e4ren dann aber in der Summe nicht nur die oben erw\u00e4hnten 36 Prozent, sondern schon 42 &#8211; und da sind noch keine Quartals- oder Jahresabos erw\u00e4hnt &#8211; hmmmh &#8230;vielleicht erkl\u00e4rbar \u00fcber Mehrfachnennungen &#8211; bleibt aber nebul\u00f6s). <\/p>\n<p>\u201eEin gutes journalistisches Angebot lassen sich die Nutzer auch im Internet etwas kosten\u201c, wird der Bitkom-Vizepr\u00e4sident Achim Berg zur Vorstellung der Studienergebnisse in einer entsprechenden Mitteilung des Verbandes zitiert: \u201eMedienunternehmen brauchen zus\u00e4tzliche Erl\u00f6squellen, um die digitale Transformation vorantreiben zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Wer nicht bereit ist, f\u00fcr Nachrichten und \u00e4hnliche Inhalte zu bezahlen, f\u00fchrt vor allem die gro\u00dfe Menge kostenloser Angebote als Grund seiner mangelnden Ausgabebereitschaft an (73 Prozent). Nur einem Drittel (32 Prozent) seien die Digitalangebote zu teuer &#8211; wobei meines Erachtens das zweite ja oft vom ersten ziemlich direkt abh\u00e4ngt. Nur noch 9 Prozent der Befragten hielten das Bezahlen im Internet 2016 f\u00fcr zu kompliziert. Im Rahmen einer Bitkom-Befragung im Jahr 2013 waren es noch 32 Prozent, seitdem ist dieser Wert kontinuierlich gesunken.<\/p>\n<p>Trotz steigender Zahlungsbereitschaft haben sich Abrechnungsmodelle f\u00fcr journalistische Inhalte im Internet in den Verlagen aber noch nicht in der Breite durchgesetzt. Das zeigt laut FAZ eine weitere, ebenfalls repr\u00e4sentative Umfrage, in diesem Fall unter den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern und Vorstandsmitgliedern von 148 Medienunternehmen: 41 Prozent der Anbieter journalistischer Inhalte geben an, dass sie Abrechnungsmodelle f\u00fcr journalistischen Content haben. 31 Prozent setzen auf das sogenannte \u201eFreemium\u201c-Modell, bei dem nur als besonders hochwertig eingestufte Inhalte bezahlt werden m\u00fcssen. 15 Prozent haben eine Bezahlschranke (\u201ePaywall\u201c) f\u00fcr alle Inhalte eingef\u00fchrt. Und 7 Prozent nutzen ein Kontingentmodell, bei dem die kostenlose Nutzung mengen- oder zeitm\u00e4\u00dfig beschr\u00e4nkt ist.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sagen die restlichen 59 Prozent, dass sie s\u00e4mtliche Inhalte kostenlos anbieten. 46 Prozent der Entscheider erwarteten, dass Crowdfunding immer wichtiger werde. Im Rahmen solcher Projekte wird auf Internetplattformen f\u00fcr journalistische Projekte Geld eingesammelt. Mit 77 Prozent erwarteten aber die weitaus meisten Unternehmen ein steigendes Gewicht digitaler Werbung als Erl\u00f6squelle. <\/p>\n<p>\u201eOnline-Medien, Video-Streaming-Dienste und Internet-Radio werden in den n\u00e4chsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen\u201c, sagte Berg. Auf den Trend zur mobilen Nachrichtennutzung haben die Anbieter journalistischer Inhalte ebenfalls reagiert. 92 Prozent der befragten Medienunternehmen haben eine mobile Website, bei der sich die Inhalte an unterschiedliche Bildschirmgr\u00f6\u00dfen anpassen. Zwei Drittel (67 Prozent) haben eine oder mehrere Smartphone-Apps im Angebot und gut die H\u00e4lfte (55 Prozent) eine Tablet-App. Ein Viertel (25 Prozent) bietet ein digitales E-Paper an, bei dem in der Regel die Zeitung als PDF-Datei zur Verf\u00fcgung gestellt wird.<\/p>\n<p>Die befragten Medienmanager rechnen der FAZ zufolge damit, dass sich das Berufsbild des Journalisten in den kommenden Jahren wandeln wird. So gehen 40 Prozent davon aus, dass in zehn Jahren journalistische Texte automatisch von Algorithmen erstellt werden. Schon heute kommt der sogenannte Roboter-Journalismus in einigen Redaktionen bei der Erstellung einfacher Standardtexte wie B\u00f6rsenberichten, Verkehrsmeldungen oder Wettervorhersagen zum Einsatz. \u201eIntelligente Software kann Journalisten von eint\u00f6nigen Routinet\u00e4tigkeiten entlasten, ihn aber nicht ersetzen\u201c, betonte Berg. \u201eFundierte Analysen, investigative Recherchen oder meinungsstarke Kommentare werden auch in Zukunft Markenzeichen von Qualit\u00e4tsjournalismus sein.\u201c<\/p>\n<p>Digitale Systeme er\u00f6ffnen Journalisten schon heute bei der Recherche zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten. F\u00fcr die Zukunft gehen laut FAZ 51 Prozent der befragten Medienmanager davon aus, dass Daten-Journalisten mit Hilfe spezieller Software unbekannte Zusammenh\u00e4nge aufdecken werden.<\/p>\n<p>2.) Komma, komma her! Laut diesem Artikel in der FAZ (siehe http:\/\/www.xing-news.com\/reader\/news\/articles\/322442?link_position=digest&#038;newsletter_id=14060&#038;xng_share_origin=email, Aufruf am 23.6.2016, 11.26 Uhr) steigt also die Zahlungsbereitschaft f\u00fcr Online-Journalismus. Aber auch f\u00fcr solchen? &#8222;Eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt: Immer mehr Menschen sind bereit f\u00fcr Online-Journalismus zu zahlen.&#8220; Der erweiterte Infinitiv mit zu darf auch online mit einem Komma vom Rest des Satzes getrennt werden &#8211; sonst kann man leicht auf den Gedanken kommen wegen der auch hier grassierenden Un\u00fcbersichtlichkeit die FAZ gar nicht mehr zu ben\u00f6tigen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom soll laut FAZ zeigen (vgl. http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/bitkom-umfrage-mehr-zahlungsbereitschaft-fuer-online-journalismus-14302489.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2; Aufruf am 27.6. 2016 um 13.38 Uhr): Immer mehr Menschen scheinen bereit, f\u00fcr Online-Journalismus zu zahlen. Auch die Onlinerecherche werde sich weiterentwickeln. 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