{"id":44,"date":"2011-04-21T14:09:31","date_gmt":"2011-04-21T14:09:31","guid":{"rendered":"http:\/\/writers.hmkw.de\/?p=44"},"modified":"2011-12-22T08:04:13","modified_gmt":"2011-12-22T08:04:13","slug":"hofberichterstattung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=44","title":{"rendered":"Hofberichterstattung"},"content":{"rendered":"<div>\n<ol>\n<li>Die mediale Begleitung der Hochzeit von Queen-Enkel William und Kate Middleton l\u00e4uft l\u00e4ngst auf Hochtouren. Ob das zumindest in Teilen Journalismus ist, scheint eine andere Frage. Im britischen Satiremagazin \u201ePrivate Eye\u201c las ich j\u00fcngst: \u201eKate \u2013 is it all too thin?\u201c. Der Artikel ging nur scheinbar in Richtung \u201eMagersucht\u201c, sondern punktete damit, dass Hofberichterstattung es zwar schon immer kaum mit irgendwelchen \u00f6ffentlich-relevanten Fakten oder Meinungen zu tun gehabt habe, nun allerdings im Fall des aktuellen Brautpaares die Faktenlage oder eben der Nachrichtenwert besonders d\u00fcnn sei. And now for something completely different, wie es bei den anderen medienkritischen Briten von Monty Python hei\u00dft: Zur Vierfach-Live-Parallel\u00fcbertragung eben dieser Hochzeit in den vier meistgesehenen deutschen TV-Vollprogrammen RTL, ARD, ZDF und Sat.1. RTL-Chefredakteur Peter Kl\u00f6ppel meint, die \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender sollten das viele Geld, das die \u00dcbertragung koste, lieber ins sonstige Programm investieren. Gut gebr\u00fcllt, Marktf\u00fchrer, denn dieser Aufruf zu ma\u00dfvollem Umgang mit Geb\u00fchrengeldern hat sicher gar nichts mit eigener Quotenmaximierung zu tun. Allerdings gibt es auch r\u00fchrend royale und loyale Gegen-\u201eArgumente\u201c, zum Beispiel von ZDF-Chefredakteur Peter Frey: \u201eWir h\u00f6ren, dass William und Kate viele Ehrenamtliche aus der britischen Gesellschaft eingeladen haben. Sie setzen damit ein Zeichen in dem von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebeutelten Land. Auch dar\u00fcber werden wir berichten \u2026 \u201c (BLZ, 19.4.11, S.26). Wenn es nicht so dick aufgetragen w\u00e4re, k\u00f6nnte man meinen, das sei sogar noch d\u00fcnner als das vom \u201ePrivate Eye\u201c bereits aufgespie\u00dfte Rohmaterial.<\/li>\n<li>Die deutschen Print-Leitmedien verlieren im ersten Quartal dieses Jahres weiter leicht an Auflage (BLZ 15.4.,11 S.30): sowohl die vier gro\u00dfen \u00fcberregionalen Tageszeitungen (S\u00fcddeutsche, FAZ, Welt\/Welt kompakt und TAZ) als auch Spiegel und Stern. Der Fokus und die Zeit legen gegen den Trend etwas zu, w\u00e4hrend es bei den Zeitschriften zwei besonders interessante Trends gibt: Das Magazin \u201eLandlust\u201c setzt seinen Steilflug nach oben weiter fort und bewegt sich nun schon \u00fcber 800.000 Exemplaren. Im Sinkflug hingegen Bauers Jugendmagazin \u201eBravo\u201c, das innerhalb eines Jahres um 15 Prozentpunkte fiel. Vielleicht geht auch deshalb der Konzern derzeit juristisch gegen die relativ erfolgreiche Zeitschrift \u201eSpiesser\u201c vor \u2013 kann man da \u201eBravo\u201c sagen?<\/li>\n<li>Und zum Schluss noch etwas Sprache im anderen Licht im \u201eKaleidoskop\u201c: Der sonst sehr empfehlenswerte Sportteil der \u201eBerliner Zeitung\u201c titelte\u00a0am 16.4.11 \u00fcber einer Vorschau-Meldung zum Frauen-Fu\u00dfball-Championsleague-R\u00fcckspiel (k\u00fcrzer geht das leider kaum): \u201eTurbine w\u00e4hnt sich gegen Duisburg im Vorteil\u201c. Diese \u00dcberschrift war zu jenem Zeitpunkt (das Hinspiel hatte in Duisburg 2:2 geendet) schon falsch, wurde allerdings durch das Ergebnis des R\u00fcckspieles (1:0 f\u00fcr Potsdam) noch \u201efalscher\u201c. Warum?<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mediale Begleitung der Hochzeit von Queen-Enkel William und Kate Middleton l\u00e4uft l\u00e4ngst auf Hochtouren. Ob das zumindest in Teilen Journalismus ist, scheint eine andere Frage. 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