{"id":306,"date":"2013-12-17T16:30:38","date_gmt":"2013-12-17T15:30:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=306"},"modified":"2013-12-17T16:30:38","modified_gmt":"2013-12-17T15:30:38","slug":"xaver-und-unsinn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=306","title":{"rendered":"Xaver und Unsinn"},"content":{"rendered":"<p>1.) Der Axel-Springer-Verlag setzt seine Umorientierung fort &#8211; weg von Printmedien und hin zum Hybrid-Konzern mit vielen m\u00f6glichen Medien- und Handelsangeboten. (http:\/\/kress.de\/mail\/alle\/detail\/beitrag\/124257-n24-welt-wachsen-zusammen-axel-springer-kauft-n24-media.html, Aufruf am 11.12.2013, 22.38 Uhr). Springer \u00fcbernimmt die N24 Media GmbH zu 100%. und will dabei erkl\u00e4rterma\u00dfen vor allem  N24 und die Welt-Gruppe zusammenf\u00fchren, um im deutschsprachigen Raum &#8222;das f\u00fchrende multimediale Nachrichtenunternehmen f\u00fcr Qualit\u00e4tsjournalismus zu etablieren&#8220;, wie es in einer Mitteilung von Springer hei\u00dft. Das bisher relativ selbst\u00e4ndige N24 mit seinen rund 300 Mitarbeitern soll au\u00dferdem zentraler Bewegtbildlieferant f\u00fcr alle Marken von Axel Springer werden. N24-Gesch\u00e4fsf\u00fchrer Torsten Rossmann sagte: \u201eF\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt und eine nachhaltige Zukunft brauchen wir einen starken Partner, der zu N24 passt. Mit Axel Springer und seinem klaren Bekenntnis zu Journalismus und Digitalisierung haben wir ihn gefunden\u201c. \u00dcber den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartell- und medienrechtlichen Genehmigung<br \/>\n2.) Dass die Weltgesellschaft neuer, revolution\u00e4r informierterer und kommunikativerer Modelle, Medien und Praxen f\u00fcr ihr Verkehren (im weitesten Sinne) bedarf, um nachhaltig zu \u00fcberleben, sehen manche so angesichts der Widerspr\u00fcche zwischen wachsender globaler Produktivit\u00e4t und Reichtumsanh\u00e4ufung einerseits und grunds\u00e4tzlichen Krisentendenzen andererseits (Kriege, Anschl\u00e4ge, Umweltzerst\u00f6rung, Sozialabbau, Verarmung, Verdr\u00e4ngung, Abschottung bis hin zur tendenziellen demografischen Vergreisung etc.). Dass sogenannte soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder LinkedIn wenig zu aufgekl\u00e4rteren, also in \u00f6ffentlich-relevanter Hinsicht informierteren Verh\u00e4ltnissen beitragen, \u00fcberrascht kaum, da sie Unternehmungen sind, die nicht zuletzt f\u00fcr die konzerneigene Verwertung pers\u00f6nlicher Daten und gemeinschaftlicher Beziehungen (virtuelle Empfehlungen und Freundschaften) geschaffen wurden. \u201eSoziales Netzwerk\u201c ist hier nicht viel mehr als ein nett klingender Eigen-Name. H\u00e4tte das neue Ph\u00e4nomen \u201eGlobal Brain\u201c eher das Zeug zum \u201esozialen Netzwerk\u201c?  Der \u00f6sterreichische Industrielle Wolfgang Pinegger startet mit seiner Gr\u00fcndung GL Brain eine Plattform, welche Vorteile von Facebook, Xing und Twitter mit sozialem\u00a0Agenda-Setting zusammenbringen soll. Wichtigstes Argument der neuen Plattformer:\u00a0Man k\u00f6nne sich auf ihr anonym und zugriffssicher vernetzen. Pinegger erkl\u00e4rte, er wolle brillante K\u00f6pfe zusammenbringen, um gemeinsam an den Weltaufgaben zu arbeiten. Daher tr\u00e4gt seine Plattform den ambitionierten Untertitel &#8222;The Missing Link&#8220;. Neben den \u00fcblichen kommunikativen Funktionen wie Chatten, Posten und Verlinken sowie dem Einstellen von Profilen k\u00f6nnen Nutzer \u00fcber Global Brain einfach Petitionen erstellen sowie sich zu den beliebten &#8222;nachhaltigen&#8220; Themen zusammenfinden. Angereichert sei Global Brain mit vielen Echzeit-Statistiken zu gesellschafts- und weltpolitischen\u00a0Themen. L\u00e4ngerfristig m\u00f6chte Pinegger daraus erkl\u00e4rterma\u00dfen eine Art &#8222;soziale Suchmaschine&#8220; generieren. Nach Edward Snowdens Enth\u00fcllungen gab die weltweite Emp\u00f6rung \u00fcber den Zugriff Dritter auf sensible Daten auch per sozialen Netzwerken f\u00fcr Pinegger einen Ausschlag, Global Brain anders aufzuziehen &#8211; mit sehr weitreichenden Anonymisierungsm\u00f6glichkeiten. Vom Gesch\u00e4ftsmodell mit werberelevanten Datenstr\u00f6men wolle er sich daher abschneiden. L\u00e4ngerfristig soll Global Brain neben Anzeigenerl\u00f6sen \u00fcber Abo-Angebote und M\u00f6glichkeiten finanziert werden, sich als Unternehmen prominent auf eigenen Seiten zu pr\u00e4sentieren. (vgl. http:\/\/kress.de\/mail\/alle\/detail\/beitrag\/124383-achtstellige-investition-fuer-neues-soziales-netzwerk-global-brain-zieht-in-den-kampf-mit-facebook.html, Aufruf am 17.12.2013, 13.47 Uhr). Klingt erst einmal spannend und ist hoffentlich keine neue Version von weltweitem \u201eBrain drain\u201c, sondern k\u00f6nnte zu neuen Weisen des Teilens und Mit-Teilens auf aktuellen H\u00f6hen der technologischen M\u00f6glichkeiten beitragen.<br \/>\n3.) ARD-MoMa-Moderatorin Anne Gesthuysen sprach im Angesicht des nahenden Orkans \u201eXaver\u201c am 6.12., die Wetterlage w\u00e4re \u201edieselbe wie 1962\u201c. Das darf als Reverenz an den einstigen bundesdeutschen Eishockeytrainer mit dem sch\u00f6nen Namen \u201eXaver Unsinn\u201c gelesen werden:  Dieser und das Sturmtief tragen vielleicht denselben Vor-Namen (weil es von solchen Namen kaum ein unverwechselbares Individuum geben kann). Aber zwei unterscheidbare Wetterlagen (1962-2013) gleichen sich bestenfalls (sind vom gleichen Typus), oder erscheinen uns sicher am ehesten \u00e4hnlich. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) 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