{"id":296,"date":"2013-11-14T11:31:00","date_gmt":"2013-11-14T10:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=296"},"modified":"2013-11-14T11:35:53","modified_gmt":"2013-11-14T10:35:53","slug":"transparente-reporter-ohne-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.hmkw.de\/HierMagKritisiertWerden\/?p=296","title":{"rendered":"Transparente Reporter ohne Grenzen?"},"content":{"rendered":"<p>Von Sebastian K\u00f6hler<\/p>\n<p>1.) Seit Jahren wird hei\u00df diskutiert, inwiefern Whistleblower-Plattformen wie \u201eWikileaks\u201c oder \u201eOpen Leaks\u201c k\u00fcnftig zum Journalismus beitragen. Selbst Spielfilme wie gerade \u201eInside Wikileaks\u201c entstehen in diesem Kontext. Die Wikileaks-Unterst\u00fctzerin Sarah Harrrison, eine britische Journalistin, hat sich dieser Tage von Deutschland aus mit einem offenen Brief zu ihrer Sicht auf die Debatten um Edward Snowden zu Wort gemeldet (siehe<br \/>\nhttp:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/harrisson-erklaerung100~_origin-81a43420-410d-497c-92a8-f1b85830a3fd.html, Aufruf am 14.11.2013, 10.51 Uhr). Ihr Kernargument scheint mir zu sein (ganz im Sinne der \u00f6ffentlichen Aufgabe journalistischer Medien auch in Deutschland, was die Kritik- und Kontrollfunktion gegen\u00fcber M\u00e4chtigen und Einfluss-Reichen angeht): In Zeiten eines neuen Ma\u00dfes von Geheimhaltung und Machtmissbrauch gebe es nur eine L\u00f6sung \u2013 Transparenz. \u201eWenn unsere Regierungen so kompromittiert sind, dass sie uns nicht die Wahrheit sagen wollen, dann m\u00fcssen wir nach vorne treten und die Transparenz zu ergreifen. Wenn die Leute die eindeutigen Belege in Form von Originaldokumenten sehen, dann k\u00f6nnen sie sich wehren.\u201c Nat\u00fcrlich wirft das auch Fragen auf, zum Beispiel hinsichtlich des etwaigen Einebnens durchaus fortschrittlicher Differenzierungen zwischen Privatheiten und \u00d6ffentlichkeiten, oder hinsichtlich m\u00f6glicher Verselbst\u00e4ndigung der selbsternannten Kontrolleure und Kritiker. Aber immerhin \u2013 dass auch diese Fragen \u00fcberhaupt gestellt werden (k\u00f6nnen), d\u00fcrfte ein demokratisierender Schritt sein.<br \/>\n2.) Im Kaleidoskop dreht es sich diesmal um eher inhaltliche Sprach- oder besser Rechenkritik. In der Reuters-Meldung vom 8.10.2013, 11:51 Uhr, wurde Horst Seehofers Wiederwahl als Ministerpr\u00e4sident von Bayern im Landesparlament in M\u00fcnchen vermittelt. Der Text lautete dann: \u201eF\u00fcr Seehofer votierten 100 der 180 Abgeordneten. Ihm fehlte damit eine Stimme aus dem Kreis der 101 CSU-Parlamentarier im neuen Landtag in M\u00fcnchen. Die CSU war nach Angaben eines Fraktionssprechers in voller St\u00e4rke im Plenum vertreten.\u201c<br \/>\nDa solche Wahlen selbst in Bayern noch immer geheime Abstimmungen sind, erhebt sich die Frage, wie der Berichterstatter diese Zahlenverh\u00e4ltnisse errechnet hat? Oder doch eher hellgesehen? Was sich h\u00e4tte schreiben lassen, w\u00e4re in etwa gewesen: \u201eDamit erhielt Seehofer eine Stimme weniger, als seine Fraktion Mitglieder z\u00e4hlt\u201c. Denn vielleicht haben ja beispielsweise sogar zwei Mitglieder der oppositionellen Fraktionen f\u00fcr Seehofer gestimmt \u2013 und damit w\u00e4ren es nach Adam Ries immerhin schon drei CSU-ler gewesen, die ihrem Chef die Gefolgschaft verweigert h\u00e4tten. Alles selbst in Bayern sicher nicht undenkbar. Wie gesagt \u2013 so lange die Wahlen geheim sind und bleiben. Was lehrt uns dieser Fall? Geheimes W\u00e4hlen kann anstrengend sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Sebastian K\u00f6hler 1.) 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